Rückblick Weiberfasching

Unser Musik-Duo Willi und Ulli legen gleich mit den Faschingsschlagern „Heute hau`n wir auf die Pauke“ und „Ein bisschen Spaß muss sein“ los und das Publikum singt und klatscht mit.

 

Nach der Begrüßung aller Gäste durch unseren Sitzungspräsidenten Roland und Frau Vorstand Doris beginnt die erste Büttenrede mit den „Politreportern“. Ulli, Lilian und Christoph singen und berichten von Brexit und Megxit und Baby Archies Umzug nach Kanada, von „bescheuertem“ (nicht) notwendigen Tempolimit auf Autobahnen – ich will Spaß, ich will Spaß – ich geb`Gas, ich geb`Gas!

 

Bei Friday`s for Future ist die Jugend ganz Ohr und wenn wir unsere Bauern nicht unterstütze, geh`n die Höf bald kaputt und wir müsse am End noch Obst und Gemüs` aus China esse! Und unser schwarzer Söder wird immer grüner ohne rot zu werden – man hat ihn pflanzen gesehn – man hat ihn mit den Bienen tanzen gesehn! Und habt ihr schon gehört: die neuen bayerischen Polizeiuniformen, ja die sin total schick – aber für den Dienst nit zu gebrauche – zu eng, die Nähte platze uff, und vor allem, der Reißverschluss ist zu kurz! Das gibt Probleme beim Pinkeln – wir wissen Rat und los geht`s: Ihr müsst den Nippel durch die Lasche ziehn! Und klemmt sich etwas ein, zieht man`s schnell wieder raus! Autsch – die Hose sieht doch super aus!

 

Doch schon ist Politreporter-Zeit wieder um und drum singe wir noch zusammen unser Sänger-Trinklied „Trinkt, trinkt ihr Sänger, trinkt, lasst eure Sorgen zu Haus“ und die Keilberger Hymne „Steh auf, wenn du aus Keilbersch bist, weil`s hier am allerschönsten ist“.

 

Nach diesem tollen Einstand in die Büttenreden geht’s mit den schönsten Faschings- und Schunkelliedern weiter zu Einer Träumerin (Angelika) in die „7 Himmel“. Mir hat geträumt, ich wär`gestorbe und ständ nun an am Himmelstor, der Petrus hat mich beigewunke und ich durft in den Himmel rein. Von einem Himmelssaal in den nächsten wandert sie und denkt sich, das ist kein Platz für mich, erst Politiker, dann Ministrande, dann lauter Schwestern tief ins Gebet versunke, im 4. Saal warn`s lauter Pfarrer, da hab ehrfürchtig ich mich geduckt, denn einer hat ganz bös geguckt und fährt mich an- und zwar ganz rau – hier ist kein Zutritt für eine Frau! Ganz schnell ist unsere Träumerin weiter gegange, doch im 5. Saal, da war`n nur Bischöfe und Kardinal, im 6. Saal da wurden Päpste mit ihren Sänften rumgetrage! Mein Gott, ich war schon ganz nervös und traurig noch dazu, da hört ich auf einmal vom 7. Himmel oben unterm Dach, da kam herunter lauter Krach. Ich überlegte – pass mal auf, und dann nix wie in den 7. Himmel rauf! Da oben riss ich auf die Tür – und wie ich reinguck, des seid ja ihr! Ihr habt gesunge, gelacht und geschunkelt und ein paar die habe mir gleich zugewunke. Und es war grad so schön wie heut`- ihr seid mir doch die liebste Leut!

 

Der Sitzungspräsident Roland lässt die Musik wieder aufspielen und es wird geschunkelt und gesungen bis es wieder heißt: Wolle mer se roi losse? Eine geplagte Frau (Ulli) erzählt uns vom „Männerschnupfen“: En Schnupfe is im Medizinerkreis nit emal e Krankheit, wie jeder weiß. Es is was, was halt vorkomme kann, es is ganz normal, nur halt nit für den Mann! So ein Männerschnupfen, der is gängig auch sehr testosteronabhängig. Tu ich mein` Liebste so krank da sehn und ich muss meinen Mann dann steh`n, un früh als erste raus zum Bäcker renne, des Frühstück mache, ich könnt flenne. Koch, wasche, putze, alles wuppe: denn mein Mann, der hat ja Männerschnuppe! Er muss so leide, is der Allerärmste von uns beide. Da versteh` ich die Spinne unterdesse, die nach dem Sex den Mann auffresse! Von allen Phasen des Schnupfens erzählt uns die geplagte Frau, wie er sich den Schnupfe einfängt, wie er leidet und aus dem Schnupfenwind ein Orkan des Leidens wird. Doch die letzte Phase, aufgepasst! Da ist man gar nicht drauf gefasst, es sind jetzt grad 6 Tage um, wir kurz vor der Fahrt ins Klinikum, wird er am nächsten Morgen wach – und heissa! Es ist Gesundheitstag! Denn nach 7 Tagen – welch ein Gag – ist der Schnupfen plötzlich weg! Der Mann ist wieder voll und ganz, der Starke, Edle mit viel Glanz! Er steigt munter, mit Elan, in sei Auto um zur Arbeit zu fahrn. Un ich, sei Frau, seh glücklich aus: Der Mann ist endlich aus em Haus! 

 

Unsere Musik spielt wieder auf und die Polonaise marschiert durch den Saal.

Singe, schunkele, tanze und lache, des is Weiberfastnachtssache! 

Und schon tönt es wieder neu: wolle mer se roi lasse? Und schon kommen mit dem Narhallamarsch „Die faulen Perlen“ Mit der musikalischen Begleitung von Martin sangen die Langschläferin (Corinna) ich könnte jeden morgen früh austehen, die Turnerin (Isolde) wie man das Hüftgold im Fitnessstudio loswerden könnte, die Köchin (Marion) überlegte schon den ganzen Tag, was sie ihrem Mann kochen könnte, die feine Dame (Marianne) wie sie sich schick machen könnte, damit ihr alle Männer nachpfeifen, die Urlauberin (Gudrun) dass ihr Mann in den sonnigen Süden will, ihr es dort aber zu heiß ist – und jeweils folgt der Refrain: 

Aber mir reicht’s wenn ich weiß, dass ich könnt wenn ich wollt und ich dät was ich könnt wenn es wär was ich wollt, aber mir reicht’s wenn ich weiß dass ich könnt wenn ich wollt, und ich dät was ich könnt, aber ich will nit! 

Und nun singt die Frau, die bald Hochzeitstag hat (Edith) und ihr Mann weiß, was sie dann die ganze Nacht von ihm will mit der Anwort des Ehegatten (Martin): 

Aber mir reichts wenn ich weiß, dass ich könnt wenn ich wollt und ich dät was ich könnt wenn es wär was ich wollt aber mir reichts wenn ich weiß, dass ich könnt wenn ich wollt, und ich dät was ich könnt, aber er will nit! 

Mit viel Gelächter und großem Applaus verabschiedeten wir die „Faulen Perlen“. 

 

Sitzungspräsident Roland lässt die Musik aufspielen und schon kommen die „Ratsche-Weiber“ (Marianne, Elfriede, Margit, Gertrud) in den Saal getanzt – das erste Mal mit Unterstützung eines Mannes (Armin) an der „Riesen-Ratsche“. Über das Ortsgeschehen wird geratscht, von der Schließung des Friseurlädchens, und natürlich von unserem Bürgermeisterkandidat, der sieht nicht nur gut aus- und stäiht ach gut im Futter, manch Sängerin wär gern soi Schwiegermutter! Als der Umzug ins neue Vereinsheim dann geschafft, wurde sofort einige Flasche Wein und ach en Schnaps uffgemacht!

 

Un über unser Gemeinde muss man sich wundern, jahrelang ham se ka Geld, und jetzt hat man zur Klagemauer im Unnerdorf auch noch 30 schmucke Parkpätze am Friedhof gebaut! Des beste kommt awer noch: unser Gesangverein wird 100 Johr, und da gibt`s einige Feste zu feiern! Am 1. Mai werd a Bemsche am Vereinsheim gesetzt, un unser Männer, die veranstalte auf de Tag genau nach 100 Johr eine „Reine Männersache“! und der größte Event, ja, des is uns Konzert im November, „Musical Revolution“. Ja ihr Leit, da müsst ihr überall hin! Un a nit zu vergesse wie alle Johr im September, des Weinfest mit Tanzmusik von de B3!

 

Und nun folgt ein „Schwiegervater in Spe“  (Isolde) und klagt seine Sorgen. Da ist es wie bei allen Vätern, für deren Tochter kein Mann gut genug sein kann! Doch kaum hat er sich mit dem Marvin abgefunden, geht das Spektakel von vorn los, und ein neuer Kerl wird vorgestellt. Papa, des is der Sören! Bis zur Hochzeit ist es nicht mehr lang und dem Vater wird es ganz bang, da wacht er schweißgebadet auf und es war nur ein Traum! Da ist er dann glücklich und froh, dass der Marvin is noch do!

 

Den Abschluss bildet nun die größte Truppe von Soundaround: Im Club der einsamen Herzen suchen 5 Frauen einen Mann, sind jedoch mit den Männern nicht zufrieden oder werden von ihnen abgelehnt: Neue Männer braucht das Land! 

Wo, wo bist du? Willkommen im Club der einsamen Herzen…… Küss die Hand, schöne Frau…Dideldum, dideldei…ich bin dem siebten Himmel nah....... Katherine Katherine… Mach mir doch kein Knutschfleck…   Sternenhimmel, Sternenhimmel 

Die Frauen werden umgarnt – doch es kommt zu keinem Erfolg. Und dann…kommt.. 

Fred vom Jupiter landet mit seinem Raumschiff und  lässt alle Frauenherzen höherschlagen…Fred vom Jupiter, der Traum aller Frau`n, du machst mich schwach, Fred vom Jupiter, bleib immer hier, geh` doch nicht fort!

Und am Ende bringt Codo aus dem All die Liebe auf die zerstrittene Erde! 

Codo, der dritte, aus der Sternenmitte, bin ich der 3. von Links, Codo aus der Ferne der leuchtenden Sterne! 

Mit lauter tollen Liedern der neuen deutschen Welle beenden wir den Büttenreigen und es geht mit Faschingsmusik weiter bis……..Ein toller Weiberfasching geht zu Ende!

 

Vielen Dank an alle Mitwirkende und alle helfenden Hände rund um diese Veranstaltung! DANKE!

 

Mitgliederversammlung 2020 mit Ausblick auf das Jubiläumsjahr und Neuwahlen

Am 7. Februar 2020 fand im neuen Vereinsheim die diesjährige Mitgliederversammlung des Gesangvereins Liedertafel Keilberg statt. Nach der Begrüßung durch die 1. Vorsitzende Doris Kunkel gedachten die 50 anwesenden Mitglieder den drei im Vorjahr verstorbenen Mitgliedern. Der Gesangverein besteht derzeit aus 246 Mitgliedern, davon sind 88 aktive Sänger(innen). Doris Kunkel bedankte sich bei allen, die mit ihrem Engagement zum guten Gelingen des Vereins beitragen. Die 2. Vorsitzende Marianne Otto gab ein großes Dankeschön auch an Doris Kunkel zurück.
Die Chöre präsentierten sich 2019 bei diversen Gastauftritten, der gemischte Chor beim Adventskonzert sowie gemeinsam mit Soundaround beim Gottesdienst zum Keilberger Pfarrfest und in der Wallfahrtskirche Hessenthal. Soundaround war außerdem zu Gast in Heimbuchenthal, Kleinwallstadt sowie bei der Concordia Straßbessenbach und der Männerchor umrahmte den Ehrungsnachmittag des Sängerkreises in Goldbach musikalisch. In den verschiedenen Berichten zeigte sich wieder einmal, wie vielfältig das Vereinsleben der Liedertafel Keilberg ist. So erfreuten sich auch 2019 die Feiern an Fasching, zur Sonnenwende oder im Advent großer Beliebtheit. Im August machte der Verein einen Ausflug zum damaligen EU-Mittelpunkt in Westerngrund, im Oktober ging es mit dem Männerchor nach Großostheim und im November für Soundaround zum Wochenendtrip nach Kleinaspach.
Beim Ortspokalschießen in Straßbessenbach nimmt die Liedertafel seit vielen Jahren immer wieder erfolgreich teil. 2019 wurde die Sängerin Gudrun Löber zur Dorfschützenkönigin gekürt. Beim vereinsinternen Wettbewerb gewann die Sängerin Waltraud Kolb und bekam als Preis eine Schützenscheibe überreicht, die Hans Lerner gestaltet hat.

Johannes Haßkerl, der alle Chöre leitet, gab in seinem Bericht einen Überblick über die organisatorischen und musikalischen Vorbereitungen für die beiden Jubiläumskonzerte. Unter dem Motto "Reine Männersache - 100 Jahre Männer im Chor" findet am 27. Juni 2020 zunächst ein Open-Air-Konzert im Hofgut Frauengrund statt. Neben dem Männerchor der Liedertafel werden verschiedene Gastmännerchöre auftreten. Am 07. November 2020 steht dann das Konzert "Musical Evolution" in der Bessenbachhalle an. Dafür wurde im März 2019 ein Projektchor mit zahlreichen neuen Sänger(innen) bei Soundaround und im gemischten Chor ins Leben gerufen.
Des Weiteren berichtete der Dirigent von der erfolgreichen Gründung des Jugendchors "tonArt" und des Kinderchors "tonArt Kids" im November 2019. Unterstützt wird Johannes Haßkerl hierbei von Carina Stegmann und es soll künftig auch gemeinsame Aktivitäten außerhalb der Chorprobe geben.
Turnusgemäß standen die Neuwahlen auf der Tagesordnung. Doris Kunkel erläuterte, dass die derzeitige Vorstandschaft die Aufgaben zwar in neue Hände abgeben möchte, sich jedoch aufgrund des bevorstehenden Jubiläumsjahrs bereit erklärt hat, die Ämter zunächst für ein weiteres Jahr zu behalten. Dem stimmte die Versammlung zu, 2021 sollen die Posten dann neu organisiert und regulär für drei Jahre besetzt werden. Somit wurde Doris Kunkel als 1. Vorsitzende wiedergewählt und Marianne Otto als 2. Vorsitzende. Walter Neuburger bleibt 2020 Kassier und Christa Stegmann Schriftführerin.
Im Beirat gibt es bereits heuer personelle Änderungen. Christina Braun bleibt Sprecherin des gemischten Chores, Walter Kunkel Sprecher des Männerchores und Christoph Ruppert Sprecher von Soundaround, jetzt wieder gemeinsam mit Heidrun Stadtmüller. Für den Kinder- und Jugendchor wurde Carina Stegmann zur Chorsprecherin ernannt. Franz-Josef Büttner wird als Leiter des Hauptausschusses nicht mehr zur Verfügung stehen, die Aufgaben werden vorerst von den beiden Vorsitzenden übernommen. Neben Margit Imhof und Gertrud Bauer werden ab sofort auch Marion Franz, Carina Stegmann, Walter Kunkel und Johannes Haßkerl dem Vergnügungsausschuss angehören.
Neben den Konzerten soll es zum 100-jährigen Vereinsjubiläum am Wochenende des Bessenbacher Weinfestes (18. bis 20. September 2020) weitere Feierlichkeiten geben.